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Das Liebesprinzip

Wir nennen es das Liebesprinzip. Ein Begriff, der es am besten trifft. Was er bedeutet und was er umfasst, haben wir in unserem überarbeiteten Buch über die Bioenergie beschrieben. An dieser Stelle ein Auszug aus dem Buch, das voraussichtlich ab Mitte Dezember erhältlich sein wird.

 

Das Liebesprinzip

Die Liebe leben
Richtschnur zum Handeln
Alles ist eins 


BioNerds und das LiebesprinzipAm Ende eines unserer Anschluss-Seminare fragte eine Teilnehmerin, wie man das nun eigentlich nennen könne, was wir hier machen. Wir schauten sie etwas verdutzt an und fragten sie, ob sie denn eine Schublade oder ein Etikett brauche. Sie meinte daraufhin: „Ich nicht, aber die Leute.“ Wir alberten noch 
ein wenig herum, schlugen ein paar hochtrabende Begriffe vor und amüsierten uns gemeinsam.

Damit hätte die Sache erledigt sein können. Tatsächlich überlegten wir aber am folgenden Tag hin und wieder, wie man das tatsächlich nennen könnte. Von Anfang an hatten wir klar gemacht, dass wir es mit Van Morrison hielten, der in einem seiner Songs singt: „No  guru, no method, no teacher...“ Was wir vermitteln, ist keine Methode, obwohl sie den Menschen zu dem macht, was gern in einschlägigen Kreisen als Heiler bezeichnet wird. Tatsächlich ist es eher eine Philosophie. Als wahrer BioNerd muss man eine gewisse Denkweise an den Tag legen, eine Lebenssicht und -art, die Methodenzwang ebenso ausschließt wie Hierarchien, feste Ansichten, starre Gerüste oder das Schwören auf einen einzigen Weg.

 

Unsere Einstellung ähnelt am ehesten der eines Schamanen, der die hawaiianische HUNA-Philosophie lebt. Der bekannteste Lehrer dieser Philosophie Serge Kahili King sagt in einem seiner Bücher, würde es so etwas wie eine spirituelle Demokratie geben, wäre das wohl HUNA. Unsere Sichtweise  basiert außerdem auf vielen Gedanken aus „Ein Kurs in Wundern“, der schon viele Menschen inspiriert hat. Vor allem das Wissen um das Einssein, unser Selbst, die Liebe und die Vergebung.

Das sind Dinge, die dem Liebesprinzip entsprechen. Niemand ist besser als jemand. Keiner ist Chef oder Befehlsempfänger. Wir verkehren immer auf Augenhöhe miteinander. Manch BioNerd mag scheinbar schneller Erfolge erzielen als ein anderer. Das liegt aber nicht daran, dass er etwas Besseres ist, sondern dass er bereits mehr Übung hat. Denn das ist das Einzige, womit man die Fähigkeiten, die jeder hat, weiter entwickeln kann: Übung macht den Meister.

Viele Geistheiler, Energietherapeuten, Reiki-Meister, Bioenergetiker oder wie sie sich alle nennen, leben davon, etwas scheinbar Besonderes zu vermitteln. Sie geben ihr Wissen tröpfchenmäßig und teilweise sogar geradezu geizig weiter. Das liegt einerseits daran, dass sie nur wenig wirkliches Wissen anzubieten haben. Der zweite Grund ist der, dass sie eine Gratwanderung vollführen. Konkurrenz können sie eigentlich nicht brauchen, andererseits wollen sie natürlich auch Geld verdienen, was sie vor allem mit Modulen und Folgeseminaren tun.

Das Problem, das dabei auftritt und das wir regelmäßig beobachtet haben, ist, dass sie den Menschen auf Dauer nicht helfen. Sie machen sie stattdessen abhängig. Wie Drogensüchtige hängen die Schüler jahrelang an der  Nadel mit dem Stoff, die ihr Meister ihnen bereitstellt.  Solche Lehrer erreichen oft geradezu einen Guru-Status.  Ihre Schüler errichten Altäre mit ihren Bildern und halten sich strikt an ihre Anweisungen. Sie weichen keinen Millimeter von den Regeln ab, befolgen sie geradezu wie eine Religion und würden nie auf die Idee kommen, dass es noch viel mehr zu lernen und zu entdecken gibt als dieser enge Rahmen vorgibt.

Sie geben ihre komplette Verantwortung ab, tun also das, was auch Patienten oft tun, wenn ihr Arzt ihnen etwas sagt. Sie sperren sich selbst in eine Schublade, von der sie glauben, dass sie hier hineinpassen.  Was sie nicht tun, ist, sich weiter zu entwickeln.

Wir kennen Menschen, die seit Jahrzehnten erfolgreich anderen mit Energiebehandlungen helfen. Dennoch rennen sie regelmäßig zu teuren Seminaren, die sie schon x-mal besucht haben und eigentlich auswendig kennen müssten. Es geht ihnen dennoch kein Stück besser. Denn was hier passiert, ist lediglich ein Kratzen an der Oberfläche. Und das Ego wird gefüttert. Es ist, als bräuchten sie wieder mal ihre Dosis, um funktionieren zu können. Für die Lehrer ist das eine sichere Bank. Sie halten sich quasi eine Herde, die sie melken können. BioNerds unterscheiden sich grundsätzlich davon. Sie wissen: Jeder Mensch hat diese Fähigkeiten. Jeder kann sie üben und weiterentwickeln. BioNerds werden selbst zu Lehrern, sobald sie wieder den Anschluss geschafft haben und über dieses selbstverständliche Wissen und diese Fähigkeiten gezielt verfügen können.  Das dauert zwei Tage. Aber auch nur, weil sie viele Hintergründe erfahren, die ihnen die Zusammenhänge besser verdeutlichen.

Eine Interessentin hat neulich gefragt, ob es nach diesem Seminar eigentlich einen in der Branche anerkannten Abschluss gebe. Die Frage hat uns etwas verblüfft. Unsere Höflichkeit hat es uns verboten zurückzufragen, ob sie gern ein Talent entwickeln oder lieber ein Zertifikat haben wolle. Abgesehen davon – es gibt keine Branche. Sicher – es gibt ein paar Vereine oder selbstgegründete Berufsverbände. Ein Versuch, passende Schubladen zu basteln, sich abzugrenzen, etwas Besonderes darzustellen. Um zu helfen braucht man sie nicht. Im Gegenteil. Meist begrenzen sie lediglich und schränken ein. Ein anderer fragte: „An wieviel Seminaren muss ich teilnehmen, bis ich mein Bio-Nerd Zertifikat erhalte?“ Auf unsere Frage, wozu er das brauche meinte er: „Ich muss doch nachweisen dass ich die Ausbildung gemacht habe und mit der Bioenergie, der Urkraft, umgehen kann“. „Wem müssen Sie das nachweisen?“, fragten wir. Und er antwortete:  „Allen“.

Fakt ist, wir stellen keine Zertifikate aus. Denn das ist pure Ego-Sache. In etwa so wichtig, als würde man Ihnen ein Zebrastreifen-Überquerer-Zertifikat ausstellen, nur weil Ihnen Ihre Eltern beigebracht haben, als Fußgänger Zebrastreifen zu benutzen. Das Wissen gibt Ihnen eine gewisse Sicherheit. Aber es ist nichts Besonderes. Es ist ebenfalls Allgemeingut. Verfügbares Wissen - wenn man sich dafür interessiert.

Noch deutlicher? Bitte gern. Bei der Besichtigung Ihrer neuen möblierten Wohnung zeigt Ihnen der Anbieter mit welchem Schalter Sie welche Lampe und welches Elektrogerät an- und ausschalten. Sie nehmen die Wohnung und erhalten bei Vertragsunterzeichnung ein Diplom „Wohnraum-Energetiker“, weil Sie gelernt haben, welcher Schalter gegebenenfalls zu bedienen ist.  Und jetzt stellen Sie sich vor, in dieser Wohnung gibt es fünfundzwanzig Schalter. Was würden Sie tun, wenn der Anbieter Ihnen erzählt Sie müssen fünfundzwanzig (kostenpflichtige!) Besichtigungen buchen, damit Sie jeden Schalter einzeln erklärt bekommen und sich somit für die Nutzung der Wohnung (und das Diplom) qualifizieren. Wenn Sie das mitgemacht haben, verweist der Anbieter Sie noch auf die nächsten fünfundzwanzig Steckdosen-Besichtigungen (Seminare), in denen Sie zum „Wohnraum-Kontakt-Energetiker“ updaten können.

Kurz gesagt: Zur Urkraft hat jeder Zugang. Nur sind die Wenigsten mit ihr vertraut. Das ist wie mit dem Zebrastreifen, dessen Nutzen man auch erst erklärt bekommen sollte. Deshalb gibt es bei Faktor-L ein Anschluss-Seminar, bei dem wir die Blockaden lösen, die das Fließen der Urkraft einschränken oder verhindern. Sie lernen, wie man mit der Energie umgeht, wie man sie gezielt und gerichtet einsetzt. Jeder kann das! Und Ihre Anerkennung (Zertifikat) erhalten Sie tagtäglich durch den verantwortungsvollen Umgang mit der Urkraft. Und genau wie jeder sich Schamane nennen kann, der wie ein Schamane denkt, fühlt und handelt, so kann sich jeder BioNerd nennen, der wie einer denkt, fühlt und handelt.

Das Wichtigste für einen BioNerd ist, dass er die Liebe lebt. Nicht wie die Blumenkinder der 1960er Jahre. Es geht hier nicht um Sex. BioNerds wissen, dass Liebe Einssein ist. Und wahre Liebe ist das Fühlen des Einsseins mit allem. Wir haben uns auf den Begriff „Das Liebesprinzip“ geeinigt. Was mit Liebe genau gemeint ist, werden wir in einem eigenen Kapitel erläutern. Warum wir sie zum Prinzip erklärt haben, sollte spätestens dann klar sein.

Was ist nun ein Prinzip? Unter Prinzip versteht man eine feste Regel, die jemand zur Richtschnur seines Handelns macht, durch die er sich in seinem Denken und Handeln leiten lässt, eine Grundlage, auf der etwas aufgebaut ist, eine Gesetzmäßigkeit oder Idee, die einer Sache zugrunde liegt.

Moment - gerade haben wir gesagt, keine starren Strukturen und schon erklären wir etwas zur Gesetzmäßigkeit? Das ist kein Widerspruch. In diesem Zusammenhang verstehen wir Gesetzmäßigkeit als eine Basis. Das wäre sicher ein weiteres gutes Wort. So wie die Erde, in die wir etwas säen, darüber entscheidet, ob diese Pflanze gut wächst und reichlich Früchte trägt. Wenn wir saure Erde haben, ist es sinnvoller Himbeeren darauf wachsen zu lassen. Sie lieben dieses Milieu. Bambus bevorzugt lockere, sandig-lehmige Böden. Balkonpflanzen gedeihen besser in tonhaltigen Böden. Das Liebesprinzip ist wie eine solche spezielle, fruchtbare Erde. Auf ihr wachsen und gedeihen Freude und Frieden.

Die Liebe ist das einzige Prinzip, das ein BioNerd beachten sollte. Oder auch jeder Mensch, der sich in dieser Welt halbwegs zurechtfinden will. So wie die Liebe das einzige wirkliche Gefühl ist - Angst ist lediglich eine Folge von Gedanken - so kann sie nur das einzige Prinzip sein, wenn wir ihre Früchte genießen wollen.

Kein Wesen möchte etwas anderes als Liebe. Und doch schaffen wir es so gut wie nie, sie zu leben. Jeden Tag versinken wir in Angst. Und in ihrem Gefolge lauern Schrecken, Wut, Ärger, Groll, Hass, Kummer, Unglück, Depression, Trauer, Hilflosigkeit und wie all diese Emotionen noch heißen. Und sie wiederum führen zu Krankheiten.

Mit Hilfe des Liebesprinzips können wir die Welt so ändern, dass sie kein Ort des Leidens mehr ist. Das zu erreichen ist nicht einfach. Der Grund dafür liegt in uns selbst und in einigen Teilen unserer Persönlichkeit, die uns das recht schwer machen. Auch zu diesen werden wir später noch genauer kommen. Bis dahin wollen wir ein paar Gedanken festhalten, die dem Liebesprinzip entspringen oder mit ihm eng verbunden sind. Richtlinien gewissermaßen, die uns eine Orientierung geben können, wenn wir versuchen, das Liebesprinzip zu leben.

Sie sind nicht neu, Vieles findet man in der hawaiianischen HUNA-Philosophie wieder, anderes, wie schon gesagt, im „Kurs in Wundern“, wieder anderes in den Kulturen indigener Völker. Wir haben das Rad nicht neu erfunden. Vielleicht haben wir es mit ein paar haltbaren, gut profilierten und luftgefüllten Reifen versehen, die das schnellere und sicherere Fahren möglich machen. Wenn Sie das so sehen, freuen wir uns.  

 

Wir sind alle eins.

 Wie Tropfen in einem Pool voll Wasser, so ist jede Form in dieser materiellen Welt zu verstehen. Egal ob es sich um Menschen, Insekten, Echsen, Planeten, die Erde oder Feuer handelt - es sind alles nur scheinbar voneinander getrennte Dinge. In Wirklichkeit sind wir alle aus einem Guss. Wie ein Werkstück, das in eine komplizierte Form gegossen wird und letztlich viele Details aufweist. Nichts ist voneinander getrennt, alles ist aus demselben Material und miteinander verbunden. Wie ein Körper, der zwar Finger und Augen, Zehen und Ohren hat und doch einfach nur ein gemeinsamer Körper ist. Dieses Einssein ist zugleich wahre Liebe.

Nur wer dieses Einssein wirklich spürt, spürt wirkliche Liebe. Alles, was ich tue, fühle, sage, trifft dieses gemeinsame Selbst. Wenn ich Farbe in einen Teil des Pools gieße, wird sich diese Farbe mit dem gesamten Wasser vermischen. Insgesamt mag sie nun verdünnter sein. Doch letztlich hat jeder Tropfen dieses Pools seinen Teil Farbe abbekommen. (Und spätestens seit der Homöopathie wissen wir, dass Informationen stärker werden, je verdünnter sie sind.)

Wenn jemand einen scheinbar von sich getrennten und anderen Menschen kritisiert, beschimpft, angreift und hasst gibt er all diese Informationen an sich selbst. An unser gemeinsames Selbst. Wenn er ihn liebevoll behandelt, ihm Komplimente macht, ihn lobt und ihm seine Liebe zeigt, tut er auch das sich selbst an. Sich selbst und unserem gemeinsamen Selbst, das wir alle sind.

Wie jeder sich verhält und wie jeder handelt, das entscheidet darüber, wie die Welt ist. Ist sie voller Hass, Kummer und Sorgen oder ist sie voller Liebe und Freude? Das führt zur nächsten Erkenntnis, die derjenigen vieler Kulturen entspricht.


Die Welt ist ein Spiel.

Niemand anderes als wir selbst gestalten diese Welt. Wir spielen dieses Spiel. Indem wir tun, was wir tun, handeln, wie wir handeln, indem wir lieben oder in Angst leben, machen wir die Welt zu einem Ort der Liebe oder der Angst. Wenn wir in allem etwas Schreckliches sehen, etwas Fürchterliches erkennen oder es ablehnen, bekommen wir genau das von der Welt zurück: Sie zeigt sich schrecklich, fürchterlich und ablehnend. Diese Welt ist für uns als materielle Formen die in dieser Welt leben, mehr als real. In Wahrheit ist sie jedoch eben ein Traum, ein Spiel, das unser Selbst spielt. Etwas, das wir mitgestalten können, weil wir Teil des Selbst sind. Etwas, dem wir nicht ausgeliefert sind. Vorausgesetzt, wir erkennen unsere Kraft und setzen sie ein. Das Selbst, das wir sind, scheint aus vielen Teilen zu bestehen. Und wir begreifen uns als diese Teile. Doch das ist ein Irrtum. Wir sind nur Form gewordenes Selbst, das teilweise glaubt, dieser Körper zu sein. Wir sind Schöpfer.

Es gibt keine Grenzen

Alles ist grenzenlos. Alles ist eins, nicht getrennt voneinander, alles ist ein Wesen, alles ist unendlich. Die Energie, aus der dieser Traum besteht, dieser Gedanke, den unser Selbst hat, ist in dieser unserer Traumwelt unendlich. Die Existenz von allem ist ebenso unendlich. Leben und Tod, Zeit und Raum sind einfach nur Namen für unterschiedliche Arten von Erfahrung. Betrachten wir uns als getrennte Wesen in diesem Traum, bedeutet der Tod für uns das Ende. Die Trennung von geliebten Menschen, das Alleinsein, die Einsamkeit.

Wenn wir erkennen, dass wir nichts mit diesem kleinen Wesen gemein haben, das glaubt, dieser Traum sei real, wenn wir erkennen, dass wir wirklich alle eins sind, wenn wir also wahre Liebe spüren, gibt es keine Grenzen. Der Tod kann uns nicht schrecken, der scheinbare Verlust existiert nicht, die Vergangenheit ist genauso eine Vorstellung wie die Zukunft. Wer das erkennt ist wahrhaft frei.

Wir sind göttlich.

Wir sind wie Gott oder das allumfassende Bewusstsein, das uns geschaffen hat. Der Begriff Gott ist nur ein Symbol dafür. Eines, das viel zu oft missbraucht wurde und wird. Wir sind Teil dieses Bewusstseins. Unser Selbst, der Träumer oder auch der Spieler, ist ein Teil dieses Bewusstseins, das diese schöpferische Kraft, die viele Gott nennen, darstellt. Wir sind nicht getrennt davon. Dieses Bewusstsein hat unser Selbst erschaffen, indem es sich ausgedehnt hat. Darum sind wir Teil davon, sind wie es, ohne aber der Schöpfer von uns selbst zu sein. Das ist der einzige Unterschied. Wir sind vollkommen.

Energie fließt immer dorthin, wohin sich unsere Aufmerksamkeit richtet.

Und damit sind wir wieder auf der Ebene des Traums und nicht des Träumers. Oder auch des Spiels und nicht des Spielers. Eine Ebene, die für uns Wesen, die wir diese Form bilden, so wichtig ist, weil wir sie für die einzig reale halten. Und aus der Sicht dieser Formen ist sie das auch. So, wie wir im Traum Angst und Freude, Panik und Schmerzen empfinden können, wenn wir nachts schlafen, so empfinden wir all diese Dinge auch in diesem Traum als real und wirklich. Wir durchleben und durchleiden sie. Wir trauern und verzweifeln, sind manchmal voller Freude und Glück.

Was wir in diesem Traum erleben, richtet sich danach, worauf wir unseren Fokus richten. Worauf konzentrieren wir uns? Egal ob erwartungsfroh oder voller Furcht - die Wirkung ist dieselbe. Haben wir Angst davon, eine schwere Krankheit zu bekommen? Wenn wir unsere Energie darauf richten, werden wir diese Krankheit mit ziemlicher Sicherheit auch bekommen. Konzentrieren wir uns voller Freude und Erwartung auf etwas, das uns glücklich macht, werden wir auch das bekommen. Je stärker unsere Konzentration und Aufmerksamkeit sich auf eine Sache richtet, umso wahrscheinlicher wird sie sich in diesem Traum manifestieren. An uns liegt es, welcher Art diese Erfahrung ist.

Nur im Jetzt liegt die Kraft

Nur jetzt und in der Gegenwart können wir etwas bewirken. Nur das Jetzt ist voller Kraft. Vergangenheit und Zukunft sind lediglich Vorstellungen. Die Vergangenheit besteht aus Erinnerungen an ein Jetzt, das einmal war. Die Zukunft besteht aus Erwartungen, die wir hegen und erhoffen. Beides ist nicht wirklich. Da Zeit und Raum nicht wirklich sind, zählt auch nur das Jetzt.

Das Jetzt ist immer der Moment gegenwärtiger Aufmerksamkeit. Egal wie lange dieser Moment dauert. Es können Sekunden, Minuten, Stunden, Tage oder auch Jahre sein. Wer nicht im Jetzt ist, leidet. Denn irgendetwas ist immer in der Vergangenheit, worüber er sich den Kopf zerbricht. Und irgendetwas ist immer in der Zukunft, weswegen er sich Sorgen macht. Nur ändern kann er weder das eine noch das andere. Etwas bewirken kann ich nur im Jetzt.

Liebe ist Einssein

Wahre Liebe spürt man nur, wenn man spüren kann, wie man tief mit etwas und jemand verbunden ist. Das sind am Anfang einzelne Wesen, an denen man seine Liebe festmacht. Doch das ist zu wenig. Wer sich auf diese Art verbunden fühlt, nur mit bestimmten Menschen oder Wesen, sich trennend von anderen, sorgt dafür, dass er unwiderruflich leiden wird. Wenn diese spezielle und besondere Form sich auflöst, und das tut sie unweigerlich irgendwann, fühlt man sich zerrissen, nicht mehr vollständig. Und dabei übersieht man, dass derjenige nach wie vor da ist. Dass man selbst derjenige ist.

Energie ist unendlich. Ich sehe diesen besonderen Menschen nicht mehr - manche tun auch das - ich spreche nicht mehr mit ihm - auch das kann man aber - doch dieser Teil des Selbst existiert noch. Auf der Ebene der Form wird man immer Liebe auch an anderen konkreten Formen festmachen. Das ist völlig normal. Alles andere wäre nicht von dieser Welt. Doch wenn man Liebe einzig und allein mit diesen bestimmten Formen verbindet und nicht erkennt, dass man viel mehr ist, dass auch der scheinbar andere viel mehr ist und dass man eins ist, verurteilt man sich zu einem Leben voll Leid.

Alle Kraft kommt vom Selbst

Unsere gesamte Kraft, unsere Macht, etwas zu tun, zu ändern, zu bewirken, kommt einzig und allein von unserem Selbst. Von unserem wahren Sein, aus unserem Innern. Sie kommt von nichts im Außen. Niemand und nichts außer unser Selbst kann uns Frieden schenken. Wer glaubt, etwas im Außen zu brauchen, wer auf der Suche nach einem Mehr außerhalb von sich selbst ist, wird nichts finden, außer Angst. Wir sind alle eins. Niemand braucht irgendjemand anderen, weil jeder jeder ist. Und vollkommen dazu. Unsere Form ist eine Illusion. Wer sich damit identifiziert, leidet. Diese Form ermöglicht uns lediglich, gewisse Dinge in diesem Spiel zu erleben und zu fühlen. Doch letztlich entscheidet unsere Vorstellung über diese Form, ob wir als Form in Frieden sind oder nicht. Unser Selbst ist weder im materiellen Teil der Welt noch im feinstofflichen, der geistigen Welt. Sie sind Bestandteil des Spiels. Das Selbst ist dahinter. Wir haben es als Lichtwolke  gesehen, aber auch als Leere empfunden, wie es die Buddhisten vermitteln. Sie wird symbolisch als Kreis dargestellt.  Fast wie der auf dem Titelbild dieses Buches. Unser Kreis ist allerdings nicht völlig geschlossen. Das ist gewollt. Warum – dazu können Sie sich Ihre eigenen Gedanken machen.

Alles ist möglich

Das könnte man so stehen lassen. Ohne noch etwas dazu zu sagen. Wie in einem Traum ist alles möglich. Und wie in einem Spiel ebenso. Man muss sich nicht einmal an bestimmte Regeln halten. Das Spiel ist so komplex, dass man sie ändern kann, wann immer man das möchte. Je mehr dabei mitmachen, umso schneller geschieht es. Denn natürlich bringt es wenig, wenn alle Fußball spielen während man ganz allein am Rand steht und lieber Squash spielen möchte. Wenn alle Kinder Krieg spielen wollen, hat das eine Kind, das lieber spielen würde, wie es eine Party gibt, das Nachsehen. Dennoch - man kann auch allein den Anfang machen. Man tut halt so, als seien da Partygäste. Gerade in einem solchen Fall wächst oft das Interesse. Man kann das gut beobachten, wenn man Kindern beim Spielen zuschaut. Manchmal gibt es Außenseiter, die lieber etwas ganz anderes machen wollen und das auch tun. Es dauert nicht lange, bis sie umringt sind von all den neugierigen Kindern, die nicht verstehen, wie jemand allein so viel Spaß haben kann. Alles ist möglich. Man ändert sich und dadurch die Welt. Man verändert den Traum. Man spielt ein neues Spiel. Man hat so viel Spielzeug dafür, dass es überwältigend ist. Man kann alles probieren: Telepathie, Telekinese, Heilen mit Energie, Astralwandeln, man kann mit Geistern reden, mit Toten, Tieren und Gegenständen, man kann Träume ändern. Wer glaubt, das sei Spinnerei, hat nicht begriffen, dass wir alles sind und alles können. Und natürlich schneidet er sich dadurch von dieser Quelle ab und kann nichts mit all diesem bunten und schönen Spielzeug anfangen. Alle anderen haben einen Heidenspaß.

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