• Schrift verkleinern
  • Normalgröße
  • Schrift vergrößern

Ein Kurs in Wundern

EinKuesInWundernCoverWenn "Ein Kurs in Wundern" das einzige Buch auf dieser Welt wäre, würde es sich nur dafür lohnen, lesen zu lernen.

Weil eine derart kurze Rezension vermutlich aber mehr Fragen aufwirft, als sie zu beantworten - hier noch ein paar Worte zusätzlich.

"Ein Kurs in Wundern" besteht aus drei Bänden - dem Textbuch, dem Übungsbuch mit Lektionen für jeden Tag im Jahr und dem Handbuch für Lehrer.

Es erinnert im Aufbau stark an die Bibel. Jeder Satz hat zum Beispiel seine eigene Ziffer, so dass man nach Kapitel, Absatz und Satz ordnen kann.

Von vielen wird  "Ein Kurs in Wundern" auch das dritte Testament genannt. Tatsächlich ist es allerdings nur auf den ersten Blick wie die Bibel. Schaut man genauer hin, stellt man fest, dass es wesentlich authentischer ist. Das liegt vermutlich an der Entstehungsweise.

 Das Alte und das Neue Testament bestehen aus vielen verschiedenen Legenden, Geschichten und Überlieferungen, die im Laufe von rund 1200 Jahren zusammengetragen wurden.
"Ein Kurs in Wundern" entstand auf eine völlig andere Art und Weise. Helen Schucman, Professorin für klinische Psychologie an der medizinischen Fakultät der Columbia University in New York, wurde der Text von einer inneren Stimme durchgegeben. Er wurde nicht gechannelt, sie war bei vollem Bewusstsein und stenografierte mit, was die Stimme sagte. Diese Stimme kam von Jesus.

Für Helen Schucman war das alles andere als einfach. Sie war Atheistin. Sie ließ als Wissenschaftlerin nur gelten, was analysier- und messbar war. Als sie 1965 erstmals diese Stimme hörte, zweifelte sie zunehmend an ihrem Verstand.

Ihr Vorgesetzter Professor William Thetford bestärkte sie jedoch darin, weiterhin mitzuschreiben. Er half ihr schließlich, indem er ihre Aufzeichnungen, die sie ihm vorlas, abtippte. Es dauerte sieben Jahre bis das Werk, das aus einem Text-, einem Übungs- und einem Handbuch für Lehrer besteht, fertig gestellt war. Anfangs wurde es in kleiner Auflage gedruckt und an Freunde und Verwandte weitergegeben. Erst ab 1976 erschien es in immer größeren Auflagen.

Ich werde nicht behaupten, dass ich bereits alles verstanden habe, was in diesem Werk steht. Ich kann allerdings mit Fug und Recht sagen, dass es für mich das wichtigste Werk in meinem Leben ist. Vom ersten Wort an hatte ich das Empfinden, dass wahr sein müsse, was in diesen Büchern steht. Alles klärte sich, jedes Puzzleteilchen rutschte an den ihm zustehenden Platz und erstmals erhielt ich ein Gesamtbild, mit dem ich etwas anfangen konnte. Menschen, die sich immer wieder fragen, wozu dieses Leben eigentlich nützen soll, weshalb man sich freiwillig rund um die Uhr ins Hamsterrad begibt und woher wir eigentlich kommen, werden die Antworten in diesem Werk finden.

Es ist eine Offenbarung, plötzlich Zusammenhänge zu erkennen, wo man vorher nur sinnloses Chaos erkannte. Egal ob es um das Ego, die Angst, die Liebe, unsere Funktion, den Zweck unseres Hierseins, Gott oder die Welt geht. Erklärtes Ziel von "Ein Kurs in Wundern" ist es, uns zu lehren, die Trennung zu überwinden. Die Trennung, die darin besteht, dass wir glauben, tatsächlich eigene selbständige Wesen zu sein, die in den meisten Fällen nichts miteinander zu tun haben.

Dabei geht "Ein Kurs in Wunder" weit über sämtliche Vorstellungen über die Welt hinaus, wie man sie in diversen Religionen findet. Auch den Buddhismus lässt man damit hinter sich.

Möglicherweise erscheint einigen der Inhalt schwer verständlich. Wenn man die Worte aber beherzigt, die in dem Textbuch stehen, dass man sie wörtlich nehmen - nicht buchstäblich - und nicht deuten solle, ist alles klar und weitgehend einfach. In ihrer tiefen Klarheit - gerade durch die Verwendung von eindeutig zugeordneten Symbolen - erinnern die Aussagen oft geradezu an mathematische Formeln, Informationen in einer Essenz ausgedrückt, die die Basis für alle weiteren Rechenoperationen bildet. 

In Kapitel 11 des Textbuches heißt es unter anderem:
Dieser Kurs ist vollkommen klar. Wenn er dir nicht klar vorkommt, liegt es daran, dass du gegen ihn deutest und ihm daher nicht glaubst. Und da der Glaube die Wahrnehmung bestimmt, nimmst du nicht wahr, was er bedeutet, und akzeptierst ihn daher nicht. Doch verschiedene Erfahrungen führen zu verschiedenen Überzeugungen und damit zu verschiedenen Wahrnehmungen.

Und etwas weiter davor, in Kapitel 8 des Textbuches ist zu lesen:
Sicherlich hast du allmählich gemerkt, dass dies ein sehr praktischer Kurs ist und einer, der genau das meint, was er sagt. Ich würde dich nicht bitten, Dinge zu tun, die du nicht tun kannst, und es ist unmöglich, dass ich Dinge tun könnte, die du nicht tun kannst. Steht das einmal fest, und zwar ganz wörtlich, kann nichts dich daran hindern, genau das zu tun, worum ich dich bitte, und alles spricht dafür, dass du es tust.

Zum Schluss noch diese Worte, die in Kapitel 31 zu finden sind:
Für dich, der du zu finden scheinst, dieser Kurs sei zu schwierig zu erlernen, will ich wiederholen, dass du zum Erreichen eines Zieles in dessen Richtung schreiten musst, nicht von ihm weg. Und jeder Weg, der in die andere Richtung führt, wird das Ziel nicht fördern, das gefunden werden soll. Wenn das schwierig zu verstehen ist, dann ist dieser Kurs unmöglich zu erlernen. Doch nur dann. Sonst ist er eine einfache Lehre im Offensichtlichen.

Ich wiederhole mich an dieser Stelle gern: Wenn "Ein Kurs in Wundern" das einzige Buch auf dieser Welt wäre, würde es sich nur dafür lohnen, lesen zu lernen.

 

Share Button

Newsletter

Login

Zahlung via Paypal

Verwendungszweck: