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FAQ * Warum macht Stress dick oder depressiv?

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Stress ist wesentlich mehr als das Gefühl zu haben,ständig unter Druck zu stehen. Jede Sorge, jede Angst, jede Unzufriedenheit gehört zum Stress. Und was passiert bei Stress im Körper? Momo Lenz hat sich in dem Buch "Nimms leicht! Schlank durch Vergebung" einmal der Sache angenommen. Hier ein Auszug :

Bevor es zu einer Depression kommt, leidet der Betreffende an akutem oder chronischem Stress. Bei Stress schüttet der Hypothalamus Hormone aus, die die Hypophyse, also die Hirnanhangdrüse, aktivieren. Diese Hormone wiederum regen die Nebenniere dazu an das Stresshormon Cortisol auszuschütten. Cortisol aktiviert bestimmte Stoffwechselvorgänge.

Das 11beta-Hydroxysteroid-Dehydrogenase-1-Enzym bildet dabei einen Schlüssel des Cortisol-Stoffwechsels. Es wandelt inaktives Cortison in aktives Cortisol um. Eine erhöhte Aktivität des -Hydroxysteroid-Dehydrogenase-1-Enzyms erhöht damit gleichzeitig die Cortisolwerte. Dadurch wird mehr Fett eingelagert. Schwedische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass im Bauchfett übergewichtiger Männer größere Mengen des -Hydroxysteroid-Dehydrogenase-1-Enzyms erzeugt wurden, wodurch vermehrt Fett m Bauch eingelagert wurde.

 

Dass die Nebennieren ständig Cortisol produzieren, hängt wiederum ganz unmittelbar mit dem zusammen, was gemeinhin als Stress bezeichnet wird. So wie unsere Vorfahren befinden wir uns immer wieder in Situationen, in denen wir handeln müssen. Mussten die Menschen früher vor Gefahren flüchten oder gegen Gegner kämpfen, spielen sich diese Aktionen heute auf einer ganz anderen Ebene ab. Vor dem Chef kann man schlecht flüchten, gegen das Finanzamt nicht kämpfen. Was also tun mit der Energie, die dennoch erzeugt wird? Sie wird nicht verwendet, nicht benötigt und doch ist sie da. Statt sie auf natürliche Weise nutzen zu können, wird sie als Reserve angelegt. Und eine Energiereserve im menschlichen Körper ist Fett.

Nun könnte man tatsächlich diese Energie in Bewegung umsetzen. Ärgert man sich über einen Menschen, eine Situation oder hat man gerade viele Sorgen, kann man die Energie, die durch das Cortisol produziert wird, ablaufen. Doch irgendwann kommt man an einen Punkt, an dem auch das Laufen nicht mehr hilft. Eine Freundin von mir hat mich früher immer gefragt, wie oft ich derzeit laufe. Anhand der Antwort konnte sie sehen, wie es mir ging. Dabei hat Laufen nicht nur den Effekt, dass man die überschüssige Energie los wird, ohne sie zu bunkern, man meditiert förmlich. Der Kopf wird frei, das Gedankenkarussell kommt zum Stehen und man verhindert, dass weiteres Cortisol ins Blut geschüttet wird. Obwohl die meisten Menschen diesen biochemischen Zusammenhang kaum kennen, tun sie instinktiv oft das Richtige: Sie reagieren sich körperlich ab.

Was aber, wenn der chronische Stress überhandnimmt? "Ich kann gar nicht so viel laufen, wie ich sauer bin", war auch einer meiner Sprüche, wenn ich sehr frustriert war. Und tatsächlich ist irgendwann die Grenze erreicht. Der Ärger ist nicht mehr abzubauen, der Groll wächst, der Kummer bleibt, die Sorgen nehmen überhand. Wenn dann noch Blitzeis auf den Straßen liegt und Sport unmöglich macht, muss man nichts essen, um fett zu werden. Es genügt, weiterhin vor sich hin zu leiden.

Dieses Übermaß an Cortisol im Blut findet sich vor allem auch bei depressiven Menschen. Das Unvermögen, das durch Stress freigesetzte Cortisol in eine aktive Handlung umzusetzen, führt dazu, dass sich immer mehr Cortisol im Körper ansammelt. Cortisol hat aber nun die unangenehme Angewohnheit, zwei andere Stoffe zu blockieren - Dopamin und Serotonin. Serotonin wird auch als Glückshormon bezeichnet.

Serotonin wirkt in zahlreichen Neurotransmitter-Regelkreisen mit. Es ist stark stimmungsaufhellend, entspannend, schlaffördernd, antidepressiv, schmerzhemmend und motivationsfördernd. Zudem beeinflusst Serotonin das Sättigungsempfinden und die Schmerzwahrnehmung.

 

 

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